Wie retten wir Wirtschaft und Gesellschaft?
Erstaunlich ungeschützte Energieinfrastruktur: So verwundbar ist Deutschlands Stromversorgung
Veröffentlicht am 27.09.2026 / 06:00
Die Energiewende benötigt Stromautobahnen und andere wichtige Infrastruktur. Doch wie gut sind Freileitungen, Erdkabel und Umspannwerke vor Sabotage geschützt? Friedrich Vorwerk ist maßgeblich am Bau der Systeme und Anlagen beteiligt.
Unternehmenschef Torben Kleinfeldt warnt vor erheblichen Sicherheitslücken: "In England haben Energiezentralen dreireihige Stacheldrahtzäune und eine massive Präsenz von Wachpersonal mit Hunden", sagt er. Deutschland sei in dem Bereich "sehr nachlässig".
Im Interview erklärt der Ingenieur außerdem, warum die größte Herausforderung die riesigen Hochspannungstrassen sind und ebenfalls, warum selbst unterirdische Stromleitungen keinen hundertprozentigen Schutz bieten.
Gleichzeitig ordnet er ein, warum Erdkabel trotz der höheren Baukosten sinnvoller sein können als oberirdische Leitungen. Und er spricht darüber, warum zentrale Genehmigungsverfahren den Bau der wichtigen Stromautobahnen eher gebremst als beschleunigt haben.
Gast: Torben Kleinfeldt, Vorstandsvorsitzender der Friedrich Vorwerk Group SE