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"Die Energiewirtschaft sagt, das Ortsnetz sei überlastet - das stimmt nicht" | Andreas Piepenbrink (E3/DC)

Drohender Solarinfarkt? E3/DC hat nachgerechnet: Es stimmt nicht.

Veröffentlicht am 10.09.2026 / 12:00

Anmerkungen

An sonnigen Feiertagen wie Pfingsten fliegt uns das Stromnetz um die Ohren? Der Solarzubau ist kritisch? Von diesem Narrativ hat Andreas Piepenbrink die Nase voll. Er betreibt mit seinem Energieunternehmen E3/DC über ganz Deutschland verteilt 190.000 Solaranlagen und hat nachgerechnet: "Es stimmt nicht", sagt Piepenbrink im Podcast.


Ihm zufolge überlastet der Solarstrom weder an heißesten Sommertagen noch an sonnigen Feiertagen das Netz, sondern versickert vor Ort - bei den Nachbarn ohne Solaranlage. "Das ist das perfekte Energiesharing."


Das Problem ist Piepenbrink zufolge ein ganz anderes: Viele Netzbetreiber wissen schlicht nicht, wie stark ihr Stromnetz ausgelastet ist. Andere haben kein Interesse daran, dass die Erneuerbaren erfolgreich sind. Sie möchten die günstigere Konkurrenz loswerden. "Im Stromvertrieb gehen die Margen runter. Das möchte man durch Netzausbau und steigende Netzentgelte kompensieren."


Seine Warnung: Energieversorger und Katherina Reiche wissen nicht, was sie in Netzpaket und EEG-Novelle beschlossen haben. Die Stadtwerke werden Kunden und Einnahmen verlieren. Frau Reiche erweist ihnen einen Bärendienst.


Gast: Dr. Andreas Piepenbrink, Studium der Elektrotechnik und Promotion in Regelungstechnik. Seit 2010 leitet er E3/DC. Das Unternehmen für Stromspeichertechnik bietet intelligente Speichersysteme und Ladetechnologien an.